Geschmacksverstärker – unser täglich Brot

Vor vielen Jahrzehnten gab es keine Lebensmittelindustrie wie in der heutigen Zeit. Vielmehr wurden die benötigten Waren von örtlichen Händlern bezogen, welche sich ihrerseits direkt an die Quellen wie zum Beispiel Bauern hielten. Dementsprechend eingeschränkt war die Auswahl zu dieser Zeit auch. Heute hingegen geht man einfach in den Supermarkt und kann dort nahezu alles kaufen, was das Herz begehrt. Möglich macht diesen Überfluss an Lebensmitteln eine rege Industrie, welche längst mithilfe von Geschmacksverstärkern und Co. zu neuen Ufern aufgebrochen ist. Nun stellt sich nur noch die Frage, ob dieser neue Weg auch wirklich gesund für die Menschheit ist.

Wenn Essen belastet

Sicherlich ist auch an Ihnen die rege Diskussion um Geschmacksverstärker in Lebensmitteln nicht unbemerkt vorübergegangen. Schließlich beschäftigen sich immer mehr Menschen mit diesem Thema und so schwebt über all diesen Berichten stets die Frage, wie schädlich beziehungsweise gesund die verschiedenen Geschmacksverstärker sind. Nun an diesem Punkt sollten Sie sich einfach einmal selbst als Testperson heranziehen. Kennen Sie zum Beispiel das Gefühl, welches sich nach manch einer Mahlzeit unbemerkt einschleicht? Sie haben leichte Kopfschmerzen, ein unangenehmes Völlegefühl plagt Sie und Sie fühlen sich einfach niedergeschlagen. Sollte Ihnen das bekannt vorkommen, haben Sie sicherlich kurz vorher ein Essen mit Geschmacksverstärkern zu sich genommen. Diese, so die Annahme vieler Wissenschaftler, lösen bei einigen Menschen eine Art von Unverträglichkeit aus, was wiederum zu den genannten Symptomen führt. Doch damit nicht genug, es stehen im Zusammenhang mit Geschmacksverstärkern noch viele weitere Thesen im Raum.

Zusätze geben Anlass zur Sorge

Sehen Sie sich einmal die vielen verschiedenen Produkte in den Regalen der Supermärkte an. Nahezu überall finden sich Geschmacksverstärker, welche Sie an den bekannten E-Nummern erkennen. Zudem zählen auch Aromen und Hefeextrakte zu den Geschmacksverstärkern und sind daher kennzeichnungspflichtig. Denn wenigsten Menschen ist dabei jedoch bewusst, dass all diese Zusätze mitunter schwerwiegende gesundheitliche Probleme nach sich ziehen können. Angefangen beim Übergewicht, das erwiesenermaßen durch Geschmacksverstärker begünstigt wird, bis hin zum Verdacht, dass diese Stoffe sogar Krankheiten wie Alzheimer und Parkinson fördern können. Es zeigt sich also, dass es keineswegs unbedenklich ist, Lebensmittel mit Geschmacksverstärkern zu essen. Es ist durchaus besorgniserregend, was die Lebensmittelindustrie heute in ihre Kreationen mischt, um die Haltbarkeit zu erhöhen, den Geschmack vermeintlich zu verbessern und die Optik aufzuwerten.

Gesund funktioniert anders

Unter dem Strich lässt sich ganz klar sagen, dass Lebensmittel, welche mit Geschmacksverstärkern versetzt wurden, sicherlich nicht einer gesunden Ernährung dienen. Schließlich wird das ursprüngliche Geschmacksempfinden eines jeden Menschen durch diese Stoffe erheblich beeinträchtigt und verändert, sodass manch einer gar nicht mehr weiß, wie frisches Obst und Gemüse eigentlich wirklich schmecken. Möchten Sie sich also gesund ernähren, sollten Sie versuchen, Lebensmittel mit Geschmacksverstärkern zu meiden und sich besser wieder auf die natürlichen Produkte besinnen. Möchten Sie zum Beispiel einen Erdbeerjoghurt essen, sollten Sie sich lieber einen Naturjoghurt kaufen und selbst Erdbeeren hinzufügen. Ihr Körper wird es Ihnen sicherlich danken!

Gesetzliche und private Krankenversicherungen: Das sind die Unterschiede

Privat oder Kasse? Meist ist dies eine der ersten Fragen, die man als neuer Patient in der Praxis eines Arztes oder auch Zahnarztes zu hören bekommt. Die erste Folge: Als Kassenpatient muss man seine Versichertenkarte dabei haben und, falls es sich um den ersten Besuch im betreffenden Quartal und nicht um einen Kontroll- oder Vorsorgetermin handelt, eine Praxisgebühr von zehn Euro entrichten. Bereits an diesem Punkt ist das System nur schwer durchschaubar. Und hier fangen die Unterschiede erst an.

Als Arbeitnehmer hat man häufig keine Wahl

Für die meisten abhängig Beschäftigten besteht eine Pflicht zur Versicherung über die gesetzlichen Krankenkassen. Erst ab einem bestimmten Einkommen kann man auf diesen Versicherungsschutz freiwillig verzichten und stattdessen einen Vertrag mit einer privaten Krankenversicherung abschließen. Im Jahr 2012 liegt die hierfür maßgebliche Grenze bei einem Jahreseinkommen von 50.850 Euro. Nicht verwechselt werden darf die Versicherungspflichtgrenze mit der Beitragsbemessungsgrenze, welche derzeit bei 45.900 Euro liegt. Die Beiträge zur gesetzlichen Krankenkasse richten sich nach dem Einkommen des Versicherungspflichtigen. Über den Betrag von 45.900 EUR hinausgehende Einkünfte werden hier nicht eingerechnet. Bei den privaten Krankenversicherungen richtet sich der Preis für die Versicherung dagegen nach dem Versicherungsumfang und den gesundheitlichen Grundvoraussetzungen des zu Versichernden. Deutlich höhere Beiträge werden dann fällig, wenn der Versicherte eine Chefarztbehandlung, eine Einzelzimmerunterbringung bei Aufenthalten im Krankenhaus oder umfassenden Schutz bei zahnmedizinischen Behandlungen wünscht.

Achtung bei privaten Krankenversicherungen: alles muss auf den Tisch

Wie bereits angeführt richtet sich die Höhe des Tarifs bei den privaten Krankenversicherungen auch danach, in welchem gesundheitlichen Zustand man den Versicherungsvertrag abschließt. Vor dem Abschluss der Versicherung muss man dem Versicherer umfänglich Auskunft darüber geben, welche – insbesondere chronischen – Krankheiten bei einem vorliegen, wie sich die eigene körperliche Gesundheit in den letzten Jahren entwickelt hat und welche Organe oder Knochen in der Vergangenheit durch Unfälle in Mitleidenschaft gezogen wurden. Hier sollte man sich Zeit nehmen und vor allem wahrheitsgemäß alles mitteilen, was einem selbst bekannt ist. Denn wenn im Nachhinein ein Versicherungsfall eintritt, der sich aufgrund einer Vorschädigung, also einem körperlichen Mangel, der bereits vor Abschluss des Vertrages vorlag, ergibt, dann besteht gegebenenfalls keine Eintrittspflicht seitens der Versicherung. Häufig werden dann außerdem neue Verträge nötig, die meist mit Aufschlägen zu Lasten des Versicherten verbunden sind. Da eine Pflicht zur Krankenversicherung besteht, hat man in einer solchen Situation meist die Doppelbelastung einer schweren Krankheit und deutlich steigender Kosten. Um dieses Risiko zu umgehen, empfiehlt sich in jedem Fall volle Ehrlichkeit von Anfang an. Sollten die Beiträge zu hoch sein, sollte man in diesem Fall versuchen, einen Weg zu finden, sich freiwillig über die gesetzlichen Krankenkassen zu versichern.

Ganz wichtig: eingehend beraten lassen

Ob es vernünftiger ist, sich privat oder gesetzlich gegen Krankheiten abzusichern, lässt sich pauschal nicht sagen. Deshalb sollten Sie sich vor Ihrer Entscheidung eingehend informieren und beraten lassen. Ein nachträglicher Wechsel führt zu einem erheblichen bürokratischen Aufwand. Hinzu kommen bei einem späteren Wechsel in die private Krankenversicherung deutliche höhere Tarife, da die Beiträge bei einem höheren Eintrittsalter automatisch steigen.

Menschliche Ersatzteile aus dem Reagenzglas – der aktuelle Entwicklungsstand

Neue Zähne, neue Haut, neue Organe und neue Knochen werden aus menschlichen oder tierischen Stammzellen im Reagenzglas gezüchtet. Das ist die regenerative Therapie der Zukunft. Doch was ist der aktuelle Entwicklungsstand? Die Transplantation natürlich gewachsener Organe, die nicht aus anderen Körpern entnommen werden müssen, ist das ehrgeizige Ziel der Wissenschaftler. Der Weg dorthin ist bereits mit beachtlichen Teilerfolgen gepflastert. Als ergiebigste Stammzellenquelle gelten menschliche Embryonen. Doch die embryonale Stammzellentherapie ist in Deutschland verboten, weil keine Embryonen zur Stammzellengewinnung gezüchtet werden sollen. Deshalb muss die Forschung auf Stammzellen von Erwachsenen zurückgreifen. Diese besitzen jedoch weniger gute Wachstumseigenschaften.

Haut und Zähne mithilfe von Stammzellen nachbilden

Seit einigen Jahren ist man bereits in der Lage, neue Haut aus körpereigenen Hautzellen, die im Labor vermehrt wurden, zu züchten. Diese Haut wird aus adulten Stammzellen hergestellt, die in Haarwurzeln vorkommen und deshalb leicht aus entnommenen Haaren gewonnen werden können. Dabei wächst jedoch lediglich eine Oberhaut nach, die nur dann am gewünschten Ort einwächst, wenn auf der Wunde noch unversehrte Oberhautzellen vorhanden sind. Doch die Haut besteht nicht nur aus der Oberhaut, sondern aus Hautschichten, Haaren, Drüsen und Blutgefäßen. Am Nachbau einer mehrschichtigen Haut wird derzeit noch gearbeitet. Als es Wissenschaftlern in Tokio gelang, aus Mäuse-Stammzellen neue Mäusezähne zu züchten, sprach man davon, dass man in zwei bis fünf Jahren in der Lage sein würde, Menschenzähne natürlich nachwachsen zu lassen. Diese Zeit ist inzwischen vergangen, ohne dass man diesem Traum näher gekommen wäre. Mittlerweile heißt es, die Realisierung natürlich nachwachsender Zähne auf Stammzellenbasis würde noch 10 bis 50 Jahre auf sich warten lassen. Doch wenn es soweit ist, soll ein neuer aus Knochen, Zahnschmelz und Nervenfasern bestehender Zahn innerhalb von zwei Monaten in das leere Zahnfach einwachsen können. Dabei ist die Regenerationszeit der Zahnumgebung kürzer als bei einem künstlichen Zahnimplantat.

Tierische Organe und Knochen aus der Retorte

Auch dass tierische Organe Menschenleben retten können, ist bisher noch eine Illusion. Es gelingt jedoch bereits, das genetische Material von Schweinen so anzupassen, dass ihre Zellen nicht mehr innerhalb von Minuten vom Immunsystem des Menschen abgestoßen werden. Doch das Risiko der langfristigen Abstoßung bleibt bestehen. Das Ziel der Forschung besteht jetzt darin, Organe herzustellen, die zumindest die Zeit bis zum Eintreffen eines Spenderorgans überbrücken können. Sehr große Fortschritte wurden bei der Züchtung von Knochensubstanz gemacht. Bei größeren Schäden können sich Knochen nicht mehr selbst generieren und mussten bisher durch Edelmetall oder Keramik ersetzt werden. Jetzt ist es gelungen, aus körpereigenen Knochenmarkszellen ein Knochengewebe herzustellen, das sich nach dem Einbringen in den Körper erhärtet. Doch der so entstandene neue Knochen wird noch nicht mit Blut versorgt. Deshalb entwickeln die Forscher gegenwärtig ein Gel, das in das Knochengewebe injiziert werden kann und Wachstumsfaktoren enthält, die das Einwachsen neuer Blutgefäße anregen.

Der Durchbruch lässt weiterhin auf sich warten

In der medizinischen Forschung wird mit Hochdruck an der Züchtung menschlicher Ersatzteile aus Stammzellen gearbeitet. Doch bisher steht keiner der Ansätze vor einem unmittelbaren Durchbruch. Es wird noch einige Zeit dauern, bis Knochen, Zähne, Haare, und Organe natürlich ersetzt werden können, denn nur mithilfe ausgereifter Methoden kann das Versprechen einer zukunftsweisenden Biotechnologie eingelöst werden.

Gesunde Darmflora – gesunder Mensch?

Der menschliche Darm ist in seiner Größe vergleichbar mit einer Riesenschlange. Bis zu 9 Meter lang besteht er aus Millionen von Zotten, die im Laufe eines normalen 75jährigen Lebens kiloweise Schadstoffe, Bakterien und Erreger durch den Körper schleusen. Dazu kommen rund 30 Tonnen an Speisen und 50.000 Liter an Flüssigkeiten. Der Darm ist ein Wunderwerk des menschlichen Körpers und für die Gesundheit zu großen Teilen mitverantwortlich.

Sorgt ein gesunder Darm für einen gesunden Menschen?

Eine gesunde Darmflora ist entscheidend für das Wohlbefinden des Menschen. Sie kümmert sich um die Verwertung von Nahrung, macht Erreger und Mikroorganismen unschädlich und sorgt für die Ausscheidung der nicht nutzbaren Reste. Was Ihr tägliches Geschäft auf der Toilette ist, hat Ihre Darmflora zuvor rund 24 Stunden nach Verwertbarem und Unnützem getrennt. Der Darm besitzt über 100 Millionen einzelner Nervenzellen, die Ihre Verdauung steuern. Ein sehr ausgeklügelter Vorgang, der durch Störungen von außen leicht und nachhaltig gestört werden kann. Wenn Sie zum Beispiel täglichem Stress ausgesetzt sind, kann es durchaus passieren, dass Ihr Darm früher oder später darauf mit Verstopfung, Durchfall oder Blähungen reagiert. Gleiches gilt für Faktoren wie falsche Ernährung oder Bewegungsmangel. Ein erstes Warnzeichen sind Bauchschmerzen, Krämpfe oder Unwohlsein, auf die Sie unbedingt reagieren sollten.

Helfen Sie Ihrem Darm mit einfachen Tricks

Eine geschädigte Darmflora macht krankt, sobald Ihr Darm nicht mehr für die richtige Verteilung und Weiterleitung von Nützlichem und Schädlichem sorgen kann. Unterstützen Sie Ihren Darm daher so gut Sie können. Vermeiden Sie schlechte Nahrung, hektisches Essen, starke Medikamente oder zu viel Stress. Besonders empfindliche Menschen reagieren schnell und heftig auf Veränderungen in ihrem Tagesablauf. Auf den Magen schlagen, wie es oft heißt, können so viele Dinge und nur die wenigsten lassen sich wissenschaftlich erklären. Wenn Sie wissen, dass Sie in Bezug auf Ihren Darm empfindlich reagieren, achten Sie darauf. Gönnen Sie sich regelmäßig eine Dosis Entspannung, schauen Sie auf Ihr Essverhalten und nehmen Sie sich Zeit für Ihre Mahlzeiten. Ihr Darm kann nur aktiv werden, wenn Sie ihm die Möglichkeit dafür geben, und wenn Sie den Tag über keine Zeit für ein ruhiges Essen haben, sollten Sie es auf den Abend verlegen. Und nicht vergessen, trinken Sie ausreichend. 2 bis 3 Liter Flüssigkeit pro Tag für einen erwachsenen Menschen sollten es schon sein, denn das Zusammenspiel von Nahrung und Flüssigkeit ist für die Darmflora sehr wichtig. Zu wenig Flüssigkeit zu sich zu nehmen, ist für den Darm auf Dauer genauso schädlich wie zu viel oder falsches Essen.

Lassen Sie den Darm seine Arbeit tun

Die Gesundheit des Menschen hängt von vielen Faktoren ab und der Darm gehört definitiv mit dazu. Eine gesunde Darmflora ist das A und O für eine gute Verdauung und die richtige Verwertung aller Nährstoffe, die der menschliche Körper braucht. Daher ist es wichtig, dass Sie Ihren Darm bei seiner Arbeit nicht stören und auf Probleme wie Bauchschmerzen, Verstopfung oder Durchfall schnell reagieren. Denn sie sind ein deutliches Zeichen dafür, dass in Ihrem Darm etwas nicht stimmt und Störungen in der Verdauung können im schlimmsten Fall zu ernsthaften Erkrankungen führen.

Tierversuche – Ergebnisse auf den Menschen übertragbar?

Darf der Fortschritt in der Medizin auf Kosten unzähliger Tierleben ausgetragen werden? Diese Frage beschäftigt die Gemüter seit vielen Jahren, denn dass sich die Ergebnisse von Tierversuchen eins zu eins auf Menschen übertragen lassen, ist längst widerlegt. Dennoch werden weiterhin allein in Deutschland pro Jahr mehrere Millionen Tiere zu Versuchszwecken benutzt, obwohl Wissenschaftler und Ärzte dagegen Sturm laufen.

Kein Tier sollte für die Forschung sterben müssen

Seit langer Zeit prangern Tierschützer die Qualen der Versuchstiere an, die für Experimente benutzt werden. Sei es zur Erforschung von Therapien oder Impfstoffen, oder schlicht um die Verträglichkeit eines neuen Lippenstifts zu testen. Tierversuche gibt es in unzähligen Bereichen und Befürworter argumentieren damit, dass viele Erfolge in der Medizin ohne Tierversuche nicht möglich gewesen wären. Das stimmt zum Teil sogar, doch deswegen heiligt der Zweck noch lange nicht die Mittel. Oder möchten Sie sich auf die Wirksamkeit eines Medikaments verlassen, das an Tieren getestet wurde? Es ist seit vielen Jahren bewiesen, dass die Organismen von Tieren und Menschen viel zu unterschiedlich sind, um sich auf die Ergebnisse von Tierversuchen zu verlassen. Unzählige durch Tierversuche für sicher gehaltene Stoffe und Medikamente lösten bei der Erprobung am Menschen schwere Nebenwirkungen und zum Teil sogar tödliche Reaktionen aus. Pro Jahr sterben über 50.000 Menschen an Nebenwirkungen durch Arzneimittel, die durch vorherige Tests als sicher eingestuft waren.

Versuche mit Tieren gelten als schlechte Wissenschaft

Da ein Großteil der menschlichen Krankheiten bei Tieren gar nicht vorkommt, gelten Tierversuche bei immer mehr Menschen als verpönt und unnütz. Daher ist es nur allzu verständlich, dass Tierschützer gegen Tierversuche protestieren, da diese zur Entwicklung von neuen Behandlungsmethoden nichts beitragen. Stattdessen wird der Pharmaindustrie von Gegnern der Tierversuche vorgeworfen, sie würden die Tiere nur quälen, um sich vor späteren Schadenersatzklagen abzusichern. Statt dem Menschen wirklich zu helfen, leiden allein die Tiere, denn ein nur durch Tierversuche erprobtes Medikament ist ein unkalkulierbares Gesundheitsrisiko für Patienten. Ein weiterer Punkt, der bei vielen Menschen für Unbehagen sorgt, ist der moralische Standpunkt. Könnten Sie sich vorstellen, in einem Labor zu arbeiten, in dem Tiere zu Versuchszwecken im schlimmsten Fall getötet werden? Diese Frage stellen Tierschützer häufig aus gutem Grund, denn die Tatsache, dass trotz jahrzehntelanger Forschung mit Tieren viele Krankheiten immer noch nicht heil- oder therapierbar sind, spricht eindeutig gegen Tierversuche. Aus diesem Grund fordern mehr und mehr Menschen lieber Geld in alternative Verfahren zu investieren, beispielsweise die Forschung an Zellkulturen.

Der Mensch ist nun mal kein Tier

Tierversuche sollen helfen, stattdessen versagt die Forschung in diesem Bereich immer häufiger. Von 10 Arzneimitteln, die im Tierversuch wirksam waren, fallen 8 bis 9 durch die klinischen Prüfungen und werden nicht zugelassen. Von den zugelassenen Stoffen wird rund die Hälfte später wieder vom Markt genommen, weil die Nebenwirkungen beim Menschen zu gravierend sind. So oft wurden Durchbrüche bei schweren Krankheiten verkündet, da Behandlungen bei Tierversuchen erfolgreich waren. Nur auf die hoffenden Patienten von Krankheiten wie Krebs, Parkinson oder Alzheimer lassen sie sich diese Ergebnisse meist nicht übertragen. Der menschliche Körper funktioniert einfach nicht wie der von Tieren, auch wenn Befürworter von Tierversuchen das weiterhin gern behaupten.